Allgemeine Informationen

advertorials ueberall Der Begriff Advertorial stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den beiden Worten „advertisement“ (Anzeige) und „editorial“ (redaktioneller Beitrag) zusammen. Bei einem Advertorial handelt sich also um eine als normaler Zeitungs-, Magazin- oder Online-Artikel „getarnte“ Werbeanzeige.

In Aufmachung und Stil ähnelt das Advertorial dem redaktionellen Umfeld. Dabei muss es jedoch stets eindeutig als werbliches Angebot gekennzeichnet werden. Dies kann zum Beispiel durch den Zusatz „Anzeige“ oder „Werbung“ und/oder ein gut sichtbar platziertes „Powered by“-Logo geschehen.

Print vs. Online

Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob ein Advertorial für eine Veröffentlichung in einem Print- oder einem Online-Medium vorgesehen ist. Denn schon bei der konzeptionellen Vorbereitung sind hier einige grundsätzliche Unterschiede zu beachten.

Print: Ein Print-Advertorial erscheint in der Regel in einer einzigen Ausgabe einer Zeitung bzw. eines Magazins. Das bedeutet: Die Informationen, die das Advertorial transportieren soll, müssen attraktiv präsentiert werden und schnell zu erfassen sein. Denn es gibt nur eine einzige Chance, das Interesse des Lesers auf die Azeige zu lenken. Entsprechend wird im Printbereich viel mit Bildern und Farben gearbeitet, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu wecken.

Online: Im Online-Bereich gibt es prinzipiell keine zeitliche Befristung des Advertorials. Aus diesem Grunde wird bei der Aushandlung des Werbevertrags eine Laufzeit für die Werbemaßnahme vereinbart. Dies hat den Vorteil, dass das Advertorial über mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate online stehen kann. Zudem besteht die Möglichkeit, das Advertorial über Text-Teaser auf anderen (Unter-)Seiten des Angebots zu verlinken und somit noch prominenter zu platzieren.

Der Erstellungsprozess

Bei einem Advertorial handelt es sich um einen redaktionellen Text, der vom Werbekunden selbst gestaltet wird. Dieser Text wird im entsprechenden Umfeld – einer Website, einer Zeitungs- oder Magazinseite – im Stile der übrigen Artikel eingebunden. Oft ist ein Advertorial einzig durch den Begriff „Werbung“ oder „Anzeige“ von den redaktionellen Artikeln zu unterscheiden.

Dabei geschieht die Erstellung eines Advertorials in fünf Phasen:

Was man beachten sollte

Man sollte unter allen Umständen vermeiden, dass beim Leser der Eindruck entsteht, dass er „übers Ohr gehauen“ wird. Deshalb sollte die Anzeige bewusst so gestaltet werden, dass der flüchtige Leser sie als solche auch erkennt und trotzdem ihr die Glaubwürdigkeit eines redaktionellen Beitrages beimisst. Im schlimmsten Fall hat die Anzeige keinen positiven, sondern einen negativen Effekt – und zwar nicht nur auf den Werbekunden, sondern auch auf das Medienunternehmen selbst.

Daneben gilt es, presserechtliche Einschränkungen zu beachten: So ähneln Advertorials in Aufmachung und Stil dem redaktionellen Umfeld und können auf diese Weise gegen das deutsche Presserecht verstoßen, welches eine klare Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung verlangt. Aus diesem Grunde ist es von enormer Wichtigkeit, das Advertorial eindeutig als Werbung zu kennzeichnen.